Vol. 12
Inspirierende Menschen, Creepy Tulips und Djobi Djoba
Liebes Team Serotonin,
zum Zwölften Mal dieses Jahr schreibe ich euch heute einen Brief, von dem ich hoffe, dass er euch ein bisschen Leichtigkeit in den Start der Woche weht.
Erst mal: Herzlichen Glückwunsch an alle, die heute den Berlin-Marathon geschafft haben!! Passt wunderbar zum Thema heute, denn ich finde euch: sehr inspirierend. <3 (and would never do it ;))
#Thought of the week: Funkelnde Herzen inspirieren mich
Letzte Woche musste der Newsletter ausfallen, weil ich einfach zu müde von einem herausfordernden Wochenende war. Ich war aber glücklicherweise nicht alleine, und deshalb auch sehr beflügelt.
Aus diesem Grund möchte ich diesen Newsletter einem meiner Lieblingsthemen widmen: Menschen, die mich inspirieren.
Meine Schwester - unser Team Captain
Seit Monaten schaue ich meiner Schwester dabei zu, wie sie wie ein achtarmiger Raketen-Oktopus verschiedenste Themen jongliert, und zwar nicht irgendwie mit ach und krach - sondern exzellent. Jeden Tag staune ich über ihre Hingabe, ihre Eloquenz uns ihre Kreativität, die sie in alles legt, was sie tut. Ich wusste schon immer, wie cool meine Schwester ist, aber aktuell wird mir nochmal viel mehr bewusst, was für ein Geschenk des Himmels ihre Stärke, Intelligenz und “Bad-assery” ist.
Kinderfoto
Was ich dabei an ihr besonders liebe, sind ihre multiplen Facetten: sie ist kreativ, künstlerisch begabt, zart, analytisch, strategisch und kann knallhart verhandeln. Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, zu wissen, dass ich sie immer an meiner Seite habe - und wir schwere Zeiten nicht nur zusammen Meistern, sondern uns dabei auch noch gegenseitig beflügeln.
Find the ones who inspire you
Ich habe das Glück, auch in meinem Freundeskreis und als Partner inspirierende Menschen zu haben. Menschen, die aus Liebe zu sich selbst und ihrem Umfeld handeln. Die, wenn sie ihn brauchen, den Mut haben, ihr Traumleben zu gestalten. Die ihr Licht scheinen lassen, und es nicht dimmen, nur weil die Gesellschaft so gerne einen Deckel drauf machen würde. Die mit den offenen Herzen, für sich und andere.
Ob sie grade eine Firma gründen, auf einen Job im C-Level hinarbeiten, täglich alles in ihre Posts stecken, um Influencerin zu werden, eine neue Karriere anfangen, Vier Tage Woche machen um mehr Zeit für ihre Leidenschaften zu haben, ein Sabbatical machen, in’s Schweigekloster gehen, in einem neuen Land ein neues Leben aufbauen, sich ganz auf ihr Kind fokussieren und seine ersten Schritte ins Leben zu ermöglichen und liebevoll zu begleiten, sich künstlerisch und musikalisch zu verwirklichen, eine Community aufbauen in dem sie regelmäßig hosten und Events organiseren, das Nachbarkind regelmäßig zum Kaffee trinken abholen, oder oder oder. Es mir eigentlich nie konkret um die SACHE, die meine Liebsten tun, sondern darum, wie sie es tun. Ihre Einstellung zum Leben und zu sich selbst. Und was all diese Personen eint, ist das Bewusstsein darüber, dass Sie einen großen Teil der Gestaltung ihres Weges in der Hand haben. Und ok damit sind, dafür Rückschläge, Ängste und unbequeme Situationen auszuhalten.
Sodass ich dann am Ende unserer Begnungen so oft mit einem vollen Herzen nach Hause gehe - und dem Gefühl, dass die Welt voller Möglichkeiten ist.
Und dafür bin ich euch sehr dankbar <3.
Thing of the week - (Creepy) tulips
Ich mag bunte Blüten, wilde Formen und Statement-Sträuße. Diese beiden Tulpen-Sorten habe ich im Blumenladen von Sant Buena entdeckt. Die roten Papageientulpen (wahrscheinlich Sorte Rokoko) haben für mich etwas Gefährliches, sehen fast aus wie eine fleischfressende Pflanze. Gleichzeitig erinnern sie mich an alte Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert, die ich schon immer liebe.
Blumenvase in einer Fensternische
Ambrosius Bosschaert,
1620 Öl auf Leinwand
Zeitgenössisches Aquarell (17. Jahrhundert) einer Tulpe der Sorte Semper Augustus
Bei der Recherche zu den Papageientulpen bin ich auf die anscheinend erste Spekulationsblase Europas gestoßen: In den 1630er Jahren gab es in den Niederlanden einen Marktcrash auf Basis von Tulpenzwiebeln. Weil Tulpen aus dem Osmanischen Reich eingeführt wurden, aber sehr selten und schwer replizierbar waren, (vor allem die Papageientulpe, die aufgrund eines “Mosaik-Virus” ihre Streifen bekam) wurden die Knollen zu absurden Preisen gehandelt. Die Blase platzte, als Händler nach dreieinhalb Jahren nicht mehr bereit waren, den mehrfachen Goldpreis für Tulpenzwiebeln zu bezahlen. Aber glücklicherweise haben wir dieser Zeit sehr viele Blumenstillleben zu verdanken: Um zu zeigen, dass man sich Tulpen leisten konnte, lies man also auch Ölbilder anfertigen, die die prunkvollen Sträuße zeigten. (Quelle: z.B. Geo)
Ihr merkt - ich tauche schnell mal ab in’s Blumenthema. Begonnen habe ich das an einem wunderschönen Spätsommertag in 2024 bei Marsano auf dem Feld. Sie geben auch diesen Sommer wieder Workshops, bei denen man Einblicke in ihren nachhaltigen Blumenanbau bekommt und seinen eigenen Strauß direkt vom Feld pflücken kann. Sehr zu empfehlen - ich nehme dieses Jahr auch wieder teil.
Book of the week: Americanah – Chimamanda Ngozi Adichie
Heute empfehle ich euch ein Buch, dass ich vor ca. 8 Jahren gelesen habe, und an das ich immer noch oft denke. Americanah erzählt die Geschichte von Ifemelu, einer jungen Nigerianerin, die zum Studieren in die USA geht – und dort zum ersten Mal in ihrem Leben “Schwarz” ist, denn in Nigeria war sie einfach Nigerianerin. Mehr will ich zur Handlung gar nicht sagen, lasst euch von der Handlung mitreißen und überraschen.
Ich habe in den letzten Jahren alle Bücher von Chimamanda gelesen und liebe ihre kraftvolle Sprache. Sollte auf jeden Fall auf eure Reading List für die letzten dunklen Abende dieses Jahr.
Song of the weekend - Djobi djoba
Meine Familie hat am 80. Geburtstag meines Opas zu diesem Song getanzt - und wir heute morgen in der Küche. Falls ihr euch, wie ich, gefragt habt, was Djobi, Djoba heißt: nichts - es ist ein lautmalerischer Begriff, wie “lalala”.
Mir reicht es, um in der richtigen Stimmung in die neue Woche zu tanzen.
Habt es schön ihr Lieben, eure A.











Ja, genau diese Menschen sind Gold. Die, die dein Herz immer größer machen und bei denen du dich zeigen kannst. Schön, dass du diese Menschen um dich hast. 🩷